Vom ersten Schritt zu neuer Lebensqualität
Wie aus 110 Kilogramm, Bewegung und einer Ernährungsumstellung ein völlig neues Körpergefühl wurde
Manchmal beginnt eine Veränderung nicht mit einem großen Plan, sondern mit der Entscheidung, überhaupt anzufangen. Bei mir war dieser Tag der 6. August 2026. Damals brachte ich bei einer Körpergröße von etwa 1,86 Metern 110 Kilogramm auf die Waage. Mein BMI lag bei über 30. Heute, nicht einmal zwei Monate später, zeigt die Waage 95 Kilogramm – und mein BMI liegt mit rund 27 deutlich niedriger.
Aber diese 15 Kilogramm erzählen eigentlich nur einen kleinen Teil der Geschichte. Viel wichtiger ist das, was sich dahinter verändert hat: meine Ausdauer, mein Körpergefühl, meine Ernährung, meine Energie und vor allem meine Einstellung zu Bewegung.
Der Anfang am Chiemsee
Ein entscheidender Abschnitt begann mit meinem sechswöchigen Klinikaufenthalt in Bernau/Felden am Chiemsee. Die wunderschöne Umgebung dort war für mich nicht nur Kulisse, sondern wurde zunehmend zu meinem Trainingsgebiet.
Ich begann, Bewegung konsequent in meinen Tagesablauf einzubauen. Dabei wollte ich nicht einfach möglichst schnell möglichst viel Gewicht verlieren. Ich wollte wieder leistungsfähiger werden und meinem Körper etwas zurückgeben.
Laufen beziehungsweise zunächst die Kombination aus schnellem Gehen und Laufpassagen wurde zu einem festen Bestandteil meines Alltags. Dazu kamen Schwimmen, Radfahren und Muskeltraining.
An sechs Tagen pro Woche absolvierte ich konsequent meine Runde von etwa 7,5 Kilometern.
Gerade beim Laufen waren die Fortschritte deutlich zu spüren. Anfangs waren längere Laufpassagen noch eine Herausforderung. Stück für Stück wurde aus dem schnellen Gehen immer mehr echtes Laufen. Strecken, die mir zu Beginn viel abverlangten, fühlten sich mit der Zeit vollkommen anders an.
Und genau diese kleinen Fortschritte waren eine enorme Motivation.
Bewegung wurde vom Vorsatz zur Gewohnheit
Irgendwann kam noch das regelmäßige Training im Fitnessstudio hinzu. Damit änderte sich mein Ziel ein weiteres Mal.
Es ging nicht mehr nur darum, Gewicht zu verlieren.
Ich wollte gleichzeitig meine Ausdauer verbessern, Muskulatur aufbauen und insgesamt körperlich leistungsfähiger werden.
So entstand eine Mischung verschiedener Aktivitäten: Laufen und Walking für die Grundlagenausdauer, Radfahren und Schwimmen als zusätzliche Ausdauersportarten und Krafttraining für Muskulatur und Stabilität.
Diese Abwechslung hat für mich einen großen Vorteil: Sport fühlt sich nicht wie eine tägliche Pflichtübung an. Nicht jeder Tag muss gleich aussehen.
Mal wird gelaufen. Mal trainiere ich im Fitnessstudio. Mal fahre ich Rad, gehe Nordic Walking oder schwimme.
Entscheidend ist nicht, jeden Tag dasselbe zu tun. Entscheidend ist, in Bewegung zu bleiben.
Nach der Klinik kam die eigentliche Bewährungsprobe
Sechs Wochen Klinik bedeuten natürlich einen geregelten Tagesablauf und gute Möglichkeiten, neue Gewohnheiten aufzubauen.
Die entscheidende Frage war deshalb für mich: Was passiert danach zu Hause?
Und genau darauf bin ich besonders stolz: Ich habe weitergemacht.
Das Training endete nicht mit dem Klinikaufenthalt. Zu Hause wurde aus dem begonnenen Programm mein neuer Alltag.
Heute gehe ich ungefähr alle zwei bis drei Tage ins Fitnessstudio. Das Krafttraining gehört inzwischen ebenso dazu wie meine Laufeinheiten. Beim Laufen sind fünf Kilometer mittlerweile eine typische Trainingsdistanz.
Auch außerhalb dieser Trainingseinheiten versuche ich, möglichst viel Bewegung in meinen Alltag einzubauen.
Das Entscheidende dabei ist für mich inzwischen gar nicht mehr eine einzelne besonders gute Trainingseinheit. Es ist die Konstanz über viele Wochen hinweg.
Ohne Ernährungsumstellung wäre es nur die halbe Geschichte
Parallel zum Sport habe ich meine Ernährung deutlich verändert.
Auch hier wollte ich keine kurzfristige Crash-Diät, die einige Wochen funktioniert und anschließend wieder vergessen wird. Meine Ernährung sollte zu meinem neuen, aktiveren Alltag passen.
Ich esse heute weniger Kohlenhydrate und deutlich weniger Weizenprodukte. Gleichzeitig achte ich wesentlich stärker auf Eiweiß und Ballaststoffe.
Eiweiß ist gerade in Verbindung mit meinem Krafttraining ein wichtiger Bestandteil meiner Ernährung geworden. Ballaststoffreiche Lebensmittel helfen mir dabei, mich ausgewogen zu ernähren und länger satt zu bleiben.
Vor allem aber beschäftige ich mich heute viel bewusster damit, was ich esse und warum ich es esse.
Dabei geht es nicht um Perfektion. Essen soll weiterhin schmecken und Genuss bleiben. Der Unterschied zu früher liegt vielmehr darin, dass aus vielen kleinen Entscheidungen eine neue Ernährungsweise geworden ist.
110 kg → 95 kg
Das Ergebnis lässt sich inzwischen sehr deutlich messen.
Start am 6. August 2026:
110 Kilogramm, BMI über 30.
Heute:
95 Kilogramm, BMI knapp unter 27.
Das bedeutet eine Gewichtsabnahme von 15 Kilogramm.
Umgerechnet sind das fast 14 Prozent meines ursprünglichen Körpergewichts.
Doch die Waage ist inzwischen längst nicht mehr mein wichtigster Maßstab.
Ich sehe die Veränderung im Spiegel. Meine Körperform hat sich sichtbar verändert. Kleidung sitzt anders. Bewegungen fallen leichter. Meine Kondition ist besser geworden.
Und ich spüre die Veränderung im Alltag.
Was sich verändert hat, kann keine Waage vollständig zeigen
Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis meiner bisherigen Reise: Gewicht ist nur eine Zahl.
Natürlich freue ich mich über jedes verlorene Kilogramm. Aber einige meiner größten Erfolge stehen auf keiner Waage.
Ich habe heute deutlich mehr Energie. Meine körperliche Belastbarkeit hat zugenommen. Ich kann Strecken laufen, die zu Beginn meines Trainings kaum vorstellbar waren. Sport ist nicht mehr etwas, zu dem ich mich überwinden muss, sondern etwas, das zu meinem Leben gehört.
Auch mein Blutdruck hat sich im Laufe dieser Veränderungen normalisiert. Das empfinde ich persönlich als einen besonders wichtigen Erfolg. Natürlich bleiben solche gesundheitlichen Werte etwas, das ich weiter im Blick behalten möchte.
Und dann gibt es noch eine Veränderung, die man überhaupt nicht messen kann:
Ich fühle mich in meinem Körper wieder deutlich wohler.
15 Kilogramm weniger – aber sehr viel mehr gewonnen
Wenn ich auf den 6. August zurückblicke, erscheinen mir die nackten Zahlen fast unglaublich.
110 kg → 95 kg.
Doch eigentlich müsste die Bilanz anders aussehen:
15 Kilogramm weniger Gewicht – dafür mehr Ausdauer, mehr Kraft, mehr Beweglichkeit, mehr Energie und ein deutlich besseres Körpergefühl.
Und vielleicht ist der wichtigste Punkt von allen:
Die Motivation ist immer noch da.
Ich empfinde mein bisheriges Ergebnis deshalb auch nicht als Zielgerade. Es ist vielmehr der Beweis dafür, dass der eingeschlagene Weg für mich funktioniert.
Es wird weiterhin gute und schlechte Trainingstage geben. Es wird Tage geben, an denen fünf Kilometer leichtfallen, und andere, an denen jeder Kilometer Arbeit bedeutet. Auch beim Gewicht wird es vermutlich Phasen geben, in denen sich wochenlang kaum etwas bewegt.
Das gehört dazu.
Nach den vergangenen Wochen weiß ich aber etwas, das ich Anfang August noch nicht wissen konnte:
Ich kann es.
Nicht durch eine Wunderdiät. Nicht durch irgendeinen geheimen Trick. Und auch nicht dadurch, von heute auf morgen zum Leistungssportler zu werden.
Sondern durch viele ganz normale Tage, an denen ich immer wieder dieselbe Entscheidung getroffen habe:
Laufschuhe anziehen. Losgehen. Trainieren. Bewusst essen. Und am nächsten Tag weitermachen.
Genau daraus sind aus den ersten Schritten inzwischen Kilometer geworden.
Und aus einem Versuch ist ein neuer Lebensstil entstanden.