Heute hatte ich so gar keine Lust. Weder zu joggen noch zu laufen, zu wandern oder mich überhaupt groß zu bewegen. Eigentlich war mein innerer Schweinehund ziemlich sicher, dass er diesen Tag gewonnen hatte.
Doch dann, am späten Nachmittag gegen 17 Uhr, hat mich der Ehrgeiz doch noch gepackt. Widerwillig habe ich die Laufsachen angezogen und bin einfach raus. Eigentlich sollte es nur ein schneller Spaziergang werden – Hauptsache Bewegung, Hauptsache frische Luft.
Einfach los – der Rest kommt unterwegs
Und dann kam es wieder einmal anders als gedacht: Aus dem schnellen Spaziergang wurde doch eine ordentliche Runde. Die sechs Kilometer habe ich ganz gut durchgehalten – und plötzlich war von der Lustlosigkeit vom Nachmittag gar nicht mehr viel übrig.

Wieder einmal hat sich gezeigt: Manchmal muss man seinen Schweinehund einfach überwinden und losgehen, ohne vorher lange zu hinterfragen, ob man Lust hat oder nicht, ob man sich gerade fit genug fühlt oder ob das Sofa vielleicht doch die bessere Idee wäre. Einfach anfangen. Umdrehen kann man schließlich immer noch.
Und plötzlich macht es Spaß
Bei mir war es heute genau richtig. Nach kurzer Zeit hatte ich richtig Freude an der Bewegung. Die frische Luft tat gut, mein Kreislauf kam in Schwung und mit jedem Kilometer fühlte ich mich besser. Selbst der Heißhunger, der vorher noch da war, war anschließend verschwunden.

Am Ende bin ich nicht nur froh, dass ich draußen war – ich bin sogar wieder motiviert, noch mehr zu tun. Genau solche Tage zeigen mir, dass Motivation nicht immer am Anfang stehen muss. Manchmal kommt sie erst, wenn man schon unterwegs ist.
Heute hat die Disziplin die Müdigkeit geschlagen. Und die sechs Kilometer waren der beste Beweis dafür.
